Endlich mit dem Rauchen aufhören

Mit dem Rauchen aufzuhören bringt letztlich nur Vorteile: Aber jeder Raucher weiß auch, dass das Vorhaben in der Praxis längst nicht so einfach ist, wie es sich in der Theorie anhört. Einerseits wegen den Substanzen selbst, die aus chemischer Sicht für die Sucht verantwortlich sind, andererseits aufgrund des Gewöhnungseffektes – der für viele Raucher noch ein weitaus größeres Hindernis darstellt.

Rauchstopp: Mit kleinen Schritten oder als radikaler Einschnitt

Aufhören ist nie leicht: Gerade deshalb ist es empfehlenswert, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Jugendliche sehen das aktuell aber anders, genau dort nimmt das Rauchen nämlich wieder vermehrt zu. Das ist aus offensichtlichem Grund nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit, es schlägt auch auf den Geldbeutel. Schon jetzt steht fest, dass sich die Tabaksteuer erhöhen wird. Damit werden Schachteln ebenso wie Drehtabak teurer – die Frage ist nur noch, wie stark und schnell die Tabaksteuer ansteigt.

Das sind schon einmal zwei gute Gründe, um den Rauchstopp durchzuziehen. Da bleibt dann nur noch die Entscheidung: Wird der radikal von einen auf den anderen Tag umgesetzt oder lieber sukzessive in kleinen Schritten?

Der schrittweise Rauchstopp gilt für die meisten Menschen als vielversprechender, aber auch ein radikaler Einschnitt kann zum Erfolg führen. Letztlich ist das vom Individuum abhängig: Hat eine Methode nicht funktioniert, sollte man also nicht direkt aufgeben, sondern stattdessen den anderen Weg ausprobieren.

Bei einer sukzessiven Abgewöhnung wird zunächst ein strukturierter Plan erstellt, der eine schrittweise Verringerung des Konsums vorsieht. Dabei setzen sich Raucher feste Ziele und entwickeln Schritt für Schritt alternative Routinen. Das ist vor allem im Hinblick auf den Gewöhnungseffekt ein großer Vorteil. Während die Entzugserscheinungen bei Nikotin relativ moderat sind und nur kurze Zeit anhalten, ist es vor allem die Gewöhnung, über die viele Raucher stolpern – wenn plötzlich die Morgenzigarette fehlt, nicht mehr mit Kollegen geraucht werden kann oder die „Kippe“ auf kleinen Wegen ausbleibt.

Alternativen ausloten

Alternativen wie Weed Vaporizer oder Nikotinkaugummis könnten ebenfalls eine Hilfe sein, aber nur vorübergehend. Verdampfer müssen nicht automatisch mit nikotinhaltigen Substanzen gefüllt werden: Raucher könnten also weiterhin ihre Routinen haben und ihre Finger beschäftigt halten, während man sich so Schritt für Schritt von Nikotin lossagt. Auch selbst geschaffene Belohnungssysteme könnten einen Anreiz liefern, wenn zum Beispiel das gesparte Geld stattdessen in die Urlaubskasse oder ins Sparschwein wandert. Kaugummis und alles andere, was den Mund beschäftigt hält, sind vor allem in der Anfangsphase ebenfalls eine Überlegung wert.

Endlich mit dem Rauchen aufhören

Alte müssen durch neue Routinen ersetzt werden. Das ist der schwierige Teil: Wie ersetzt man die morgendliche Zigarette zum Kaffee? Ein kleiner Snack könnte dabei helfen, letztlich wird man sich aber schlichtweg daran gewöhnen müssen, dass man den Morgen nun teilweise anders verbringt. Außerdem wird oftmals geraucht, um Stress und Nervosität zu kompensieren. Auch hier müssen sich baldige Ex-Raucher neue Rituale überlegen, mit denen sich das Stresslevel reduzieren lässt, ohne dafür zur Zigarette greifen zu müssen – Entspannungstechniken, Sport oder kurze Spaziergänge könnten dafür eine geeignete Alternative sein.

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